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Die Geschichte der Gemeinde

Die Geschichte unserer Gemeinde ist unmittelbar mit dem Bau der Auferstehungskapelle auf dem Territorium des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau verbunden. Die Gruendung unserer Kirche entstammt der Idee des Bischofs von Klien, dem Vikar der Moskauer Dioezese Longin, den regelmaessigen Vertretern des Moskauer Patriarchats in Deutschland. Das Kapellen-Denkmal war begruendet nach dem Segen des Patriarchen Alexij II, zum Gedaechtnis der Landesleute, die in den Jahren des 2. Weltkrieges in Dachau und in anderen Konzentrationlagern des 3. Reiches starben.

   
  Die Kapelle von innen.  
  Die Kapelle von innen  
 

Die Kapelle ist nach einer strengen, viele jahrhundert jaehrigen Bautradition der Holzkirchen auf Doerfern des russischen Nordens, entstanden. Alle Details der Kapelle wurden im Jahre 1994 von den erfahrenen Meistern aus dem Gebiet Vladimir hergestellt und in Dachau von den Baumeistern der abziehenden westlichen russischen Alliierten Truppen angebracht. Nach Beendigung der Bauarbeiten in Dachau wurde die Kapelle vom Bischof Feofan von Berlin und Deutschland nach dem kleinen Ritus der Kirchenweihe gesegnet.

   
  Patriarch Alexij II  
  Patriarch Alexij II
 

Die feierliche Kirchenweihe fand am 29. April 1995 statt, am Tag des 50. jaehrigen Jubilaeums nach der Befreiung der ueberlebenden Gefangenen. Die Weihe wurde waehrend einer Visite in Deutschland, vom verstorbenen, Hochwuerdigen Metropolit Nikolai von Nizhegorod und Arsamass - der selbst ein ehemaliger Frontoffizier war - vollzogen. Zusammen mit dem Heiligsten Patriarchen Alexij II feierte er am 20. November 1995 in der Kapelle der Auferstehung Christi im damaligen KZ-Dachau einen Gottesdienst zum Andenken an die Verstorbenen.

   
  Vorsteher der Gemeinde Priester Nikolai Zabelitsch  
  Vorsteher der Gemeinde
Priester Nikolai Zabelitsch
 
 

Am 28. August 1996 wurde Diakon Nikolai Zabelitsch vom Bischof Feofan von Berlin zum Priester geweiht und fuer das Amt der Auferstehungskirche in Dachau eingesetzt. Gleichzeitig wurde er Vorsteher der neu organisierten Auferstehungs-Gemeinde in den Staedten Dachau und Muenchen. Die erste Liturgie in der Auferstehungs-Kapelle wurde am 8. September 1996 am Tag des Gedaechtnisses der Vladimir Ikone der Gottesmutter und der hl. Martyrer Adrian und Natalia gefeiert. Seit dem Tag dieses Gottesdienstes finden in Dachau bzw. Muenchen regelmaessig Sonntags Gottesdienste statt. Der Buergermeister von Moskau Juri Luschkov schenkte der Kapelle eine grosse Ikone des Hl. Georg des Siegers. Die Altar Ikone "der Auferstandene Heiland befreit die Gefangenen des Konzentrationslager Dachau", wurde von von Angela Hauser, einer bekannten Ikonenmalerin in Bonn, gemalt.

   
  Die Altar Ikone 'der Auferstandene Heiland befreit die Gefangenen des Konzentrationslager Dachau'  
  Die Altar Ikone "der Auferstandene Heiland
befreit die Gefangenen
des Konzentrationslager Dachau"
 

Nach der Bitte der Berliner Dioezese der russisch orthodoxen Kirche an die Leitung der katholischen Kirche in Muenchen, wurde der neu organisierten Gemeinde fuer die Vollziehung der Gottesdienste eine Kapelle der Hl. Ottilie bei dem Benediktiner Kollege zur Verfuegung gestellt. In dieser Kirche fand am 3. Maerz desselben Jahres die erste Gemeindeversammlung der Auferstehungsgemeinde statt. Die Gemeindemitglieder haben den Vorstand des Kirchenrats, den Kirchenrat und die Revisionskommission gewaehlt. Seit diesem Tag begann die Gemeinde ihre offizielle Taetigkeit. Ab dem 10. Maerz 1997, zur Zeit des Grossen Fastens begann die Gemeinde regelmaessig die Abendgottesdienste und Goettliche Liturgien zu feiern.

Seit dem 16. November 1997 ist der staendige Ort der Gottesdienste fuer die Auferstehungs Gemeinde die Hauskapelle im Muenchner Kolpinghaus. In der aktuellen Regelung werden dort drei Goettliche Liturgien im Monat gefeiert. Am Samstag und gelegentlich Werktags gibt es in der Hauskirche der Kreuzerhoehung, der offiziellen Vertretung des Moskauer Patriacharts in Muenchen - Gottesdienste. In Dachau werden Gottesdienste an den Tagen des Gedaechtnisses der verstorbenen Christen und der ermordeten Christen gefeiert. Weitere Informationen koennen aus den Plänen der Gottesdienste und aus der Liste der Adressen entnommen werden.

   
  Unsere Gemeinde  
  Unsere Gemeinde
 

Unsere Gemeinde waechst durch Neueintritte kontinuierlich an. Das gibt die Moeglichkeit fuer eine Erweiterung der Gemeindetaetigkeit und stimmt fuer einen positiven Ausblick in die Zukunft. In unserer Kirche gibt es eine aktive Schwesternschaft. Um die Ziele der geistlich aufklaeririschen Taetigkeit der Gemeinde zu erreichen, eroeffneten die Gemeindemitglieder eine kleine Bibliothek. Der Umfang der Bibliothek wird staendig mit neuen Buechern geistlichen Inhalts erweitert. Wir haben begonnen die Gemeindezeitung "Lampada - Laterne" herauszugeben. Das ist eine monatliche Ausgabe im kleinen Format auf 8 Seiten, die kostenlos unter den russisch sprechenden Orthodoxen verbreitet wird.

Unsere Auferstehungsgemeinde als ein treuer Teil der russisch orthodoxen Kirche. Die Ziele unsere Gemeinde sind: Aufbau eines religioesen Lebens, lebendige Anteilnahme bei der Loesungsfindung von Problemen und Schwierigkeiten der orthodoxen Brueder und Schwestern, die aus verschiedenen Gruenden sich weit von ihrer Heimat befinden. Gemaess ihren Kraeften und Moeglichkeiten will die Gemeinde sich auch weiter der geistlich aufklaeririschen Taetigkeit widmen und sich mit der religioes moralischen Erziehung der Kinder und Festigung der Familie beschaeftigen.

Gott helfe uns!


 
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